Recycling bei innovativen Materialien direkt mitdenken

Nachlese / 29.6.2018

Auf der MatX vom 27. bis 28. Juni 2018 in Nürnberg zeigte die Fraunhofer-Projektgruppe IWKS die Bedeutung der Kreislaufwirtschaft, insbesondere bei neuartigen Materialien, auf.

© Fraunhofer-Projektgruppe IWKS

Dr. Gert Homm am Stand der Projektgruppe IWKS

© Fraunhofer-Projektgruppe IWKS

Vortrag von Dipl.-Ing. Karsten Rachut auf der MatX

Additive Fertigung und neuartige Verbundmaterialien bieten große Potenziale. Doch sie machen Materialsysteme oft auch sehr komplex, was für eine Rückführung der darin enthaltenen Wertstoffe eine Herausforderung darstellt. Diese Fragestellungen brachte die Fraunhofer-Projektgruppe für Wertstoffkreisläufe und Ressourcenstrategie IWKS auf der International Conference on Material Innovation MatX in die Diskussion ein. Am Stand zeigten die Wissenschaftler mit den Forschungsbereichen Urban Mining und Magnetwerkstoffe, wie aus Altmaterialien neue gewonnen werden können.

„Recycling darf schon jetzt keine Option mehr sein, sondern ein Muss“, betonte Dr. Gert Homm in seinem Vortrag „Exploitation of Alternative Resources by Urban Mining“. „Wir verbrauchen schon heute etwa doppelt so viele Ressourcen, wie unsere Erde nachhaltig entbehren kann. Urban Mining kann hier unterstützen, indem es die weitere Nutzung der vom Menschen geschaffenen Produkte und Rohstoffe betrachtet. Das heißt: Der Mensch ist nicht nur Konsument, sondern auch Produzent“, so Homm weiter.  „Trotz Komplexität der neuen, urbanen Materialien lohnt es sich, hier anzusetzen, da die Konzentration der enthaltenen Wertstoffe oft um ein Vielfaches höher ist als bei natürlichen Rohstoffvorkommen“, erklärte Homm.

Karsten Rachut, Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachbereich Magnetwerkstoffe, zeigte in seinem Vortrag Möglichkeiten für das Recycling von Hochleistungs-Permanentmagneten auf. Die darin enthaltenen Seltenen Erden und Wertstoffe sind im Abbau äußerst kostenintensiv und aufwendig. Durch die Wiedereinführung in den Wertstoffkreislauf kann so nicht nur die Effizienz erhöht, sondern auch die Umwelt geschont werden.

Weitere Informationen zu innovativen Verfahren, die unter anderem bei der Fraunhofer-Projektgruppe IWKS zu diesem Thema erforscht werden, gibt es in unserem Video.