Sicherheit in der Rohstoffversorgung

Was, wenn die natürlichen Bodenschätze nicht mehr ausreichen, um Warenströme aufrechtzuerhalten, Energie in ausreichender Menge zur Verfügung zu stellen und Lebensmittel nachhaltig anzubauen? Was, wenn die Gewinnung und die Verarbeitung von Rohstoffen technisch immer aufwendiger und damit immer umweltbelastender wird?

Die Fraunhofer-Projektgruppe IWKS

Auf der Erde leben heute gut sieben Milliarden Menschen. Bis zum Jahre 2050 wird die Menschheit auf neun Milliarden angewachsen sein. Bis zu diesem Zeitpunkt reichen die natürlichen Ressourcen unserer Erde längst nicht mehr aus, um den Bedarf an technischen Produkten, Lebensmitteln und Energie auf bisherige Weise zu decken.

Damit unser Wohlstand sichergestellt werden kann, müssen auch in Zukunft Warenströme aufrecht erhalten, Energie in ausreichender Menge zur Verfügung gestellt und Lebensmittel nachhaltig angebaut werden. Aber was, wenn die natürlichen Bodenschätze dafür nicht ausreichen? Was, wenn die Gewinnung und die Verarbeitung von Rohstoffen technisch immer aufwendiger und damit immer umweltbelastender wird?

Diese Fragen sollten wir uns bereits heute nicht nur stellen, sondern möglichst auch beantworten. Dieser Aufgabe stellt sich die Fraunhofer-Projektgruppe IWKS. Sie widmet sich dieser Aufgabe durch die Erforschung und Entwicklung neuer Recyclingtechnologien und den Ersatz besonders kritischer Roh- und Werkstoffe. Ressourcengebrauch, statt Ressourcenverbauch.

Vor dem Hintergrund knapper und teurer werdender Rohstoffe wurde unter dem Dach des Fraunhofer Instituts für Silicatforschung ISC die Fraunhofer-Projektgruppe für Wertstoffkreisläufe und Ressourcenstrategie IWKS am 05. September 2011 ins Leben gerufen. Die Fraunhofer-Projektgruppe IWKS schafft die Voraussetzungen, die Rohstoffversorgung unserer Industrie langfristig zu sichern und damit eine führende Position in der Hochtechnologie auch zukünftig zu ermöglichen. Dafür werden zusammen mit Industriepartnern innovative Trenn-, Sortier-, Aufbereitungs- und Substitutionsmöglichkeiten erforscht und Strategien zum nachhaltigen Umgang mit kostbaren Ressourcen entwickelt.

Expertennetzwerk Ressourcen

Die enge Vernetzung der Geschäftsbereiche untereinander mit dem Leitungsteam, bestehend aus, Prof. Dr. Armin Reller (Universität Augsburg), Prof. Dr. Oliver Gutfleisch (Technische Universität Darmstadt), Prof. Dr. Liselotte Schebek (Technische Universität Darmstadt) und Prof. Dr. Rudolf Stauber (Geschäftsführung Projektgruppe IWKS), ermöglicht Forschungsansätze entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Projektpartner werden bei ihren individuellen Aufgabenstellungen so optimal unterstützt.

Zudem kann die Projektgruppe IWKS auf das Mutterinstitut Fraunhofer ISC sowie ein Fraunhofer-weites Netzwerk von Experten und entsprechend ausgerichteter Hochschulen zurückgreifen. Das damit verfügbare Kompetenznetzwerk ermöglicht eine herausragende Beratungsleistung.

 

Breites Portfolio an Forschungs- und Entwicklungsdienstleistungen

 In enger Zusammenarbeit mit Unternehmenspartnern entwickelt das IWKS innovative Trenn-, Sortier- und Aufbereitungsverfahren sowie Produkte, die den Unternehmen in Deutschland und Europa einen technischen Vorsprung verschaffen. Neueste wissenschaftliche und technische Erkenntnisse werden kundenindividuell und nachhaltig in Anwendungen und Produkten, unter Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit und technischer Machbarkeit, umgesetzt. Sowohl die Verbesserung der Ressourceneffizienz hinsichtlich des Einsatzes von Material, Energie und Zeit, als auch eine optimierte Ressourcenallokation, ermöglichen den Auftraggebern ihre Marktposition weiter auszubauen.           

 

Politik und Wirtschaft

Auch Politik und Wirtschaft vertrauen auf die Beratung der Projektgruppe, beispielsweise in der Prognostizierung von Ressourcenbedarfen innerhalb der produzierenden Industrie und deren Relevanz.

 

Unsere Mitarbeiter

Es arbeiten Forscher verschiedener Disziplinen zusammen, so werden Grenzen der Fachgebiete überschritten, innovative Ideen entstehen. Die Projektgruppe IWKS hat mit interdisziplinären Forschungsteams von mehr als 80 Mitarbeitern aus den Fachbereichen Umweltmanagement, Verfahrenstechnik, Materialwissenschaften, Wirtschaftsingenieurwesen, (Mikro-)Biologie, Ökotrophologie, Chemie und Physik, die Tätigkeit aufgenommen und wird innerhalb der nächsten Jahre weiter gefestigt. Das Ziel ist die Gründung eines vollwertigen Fraunhofer-Instituts nach 2017.

Erfahren Sie mehr über die Projektgruppe

 

Chronik der Projektgruppe IWKS

Zum Downloaden

Informationsbroschüre der Projektgruppe

 

Standorte

In "Dimensionen der Forschung" gewähren 3D-Filmtechnologien Einblicke in die Forschungswelt der Fraunhofer-Gesellschaft.

Fraunhofer 3D-Imagefilm