Fraunhofer-Projektgruppe für Wertstoffkreisläufe und Ressourcenstrategie IWKS beteiligt sich am Diskurs zur Ressourcenschutzstrategie in Hessen

Presseinformation / 5.6.2018

© Hess. Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Priska Hinz, Hessische Ministerin für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Am 16. Mai 2018 wurde die Ressourcenschutzstrategie der Hessischen Landesregierung von Umweltministerin Priska Hinz und Kristine Exner, Abteilungsleiterin beim Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, offiziell vorgestellt. Namhafte Redner aus der Wissenschaft unterstrichen die Bedeutung eines effektiven Umgangs mit Rohstoffen für das Funktionieren von globalen Ökosystemen und die Versorgung der wachsenden Weltbevölkerung.

Einen Themenschwerpunkt der Strategie stellt die Rückgewinnung von Phosphor aus Klärschlamm dar. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Phosphatkonzentration in Böden und Gewässern sowie der neuen Klärschlammverordnung sei Handlungsbedarf geboten. Dies betreffe in naher Zukunft vor allem kommunale Klärbetriebe, für die es in Hessen schon einige Pilotprojekte gibt. Auch die Fraunhofer-Projektgruppe IWKS ist an öffentlich geförderten Projekten beteiligt, in denen Phosphat aus Abwässern und Klärschlamm mit dem Ziel gewonnen wird, es als Düngemittel einsetzen zu können oder weitere Anwendungsfelder für den rückgewonnenen Phosphor aufzuzeigen.

Im Rahmen der Veranstaltung wurden die verschiedenen Handlungsfelder der Ressourcenstrategie diskutiert. Dr. Andreas Stegmüller, Wissenschaftler im Bereich Strategie und Netzwerke der Projektgruppe, betonte dabei die große Bedeutung von metallischen Rohstoffen für die hessische Industrie und eine Vielzahl von alltäglichen Gebrauchsgeräten. Das IWKS liefert hier nicht nur technologische Antworten in Form von Recyclingverfahren für Batterien, Elektronikgeräte und Magnete, sondern entwickelt auch ganzheitliche Konzepte für Produktdesgin und Entsorgungswege. „Das Ideal der Kreislaufwirtschaft kann auch im Regionalen erreicht werden, indem wir hochwertige Produkte konsumieren, die effizient hergestellt und für eine Wiederverwendung ihrer Werk- und Inhaltsstoffe vorbereitet wurden“, so der Wissenschaftler.

Weitere Informationen zur Forschungsarbeit des Geschäftsbereichs Strategie und Netzwerke finden Sie hier.