Zu einer interaktiven Veranstaltung mit Fachvorträgen und Diskussion luden die IHK Frankfurt mit dem Ressourcen-Cluster Rhein-Main, IMDS Professional und die Fraunhofer-Projektgruppe IWKS am 09. März 2018 ein

Konzepte zur Rohstoffsicherung - Diskussion um den Erhalt von Wertstoffen im Industriezyklus

Presseinformation / 9.3.2018

© Fraunhofer-Projektgruppe IWKS

Dr. Gert Homm informiert über "Nachverfolgung als notwendige Vorraussetzung für die Kreislaufwirtschaft"

„Konzepte zur Rohstoffsicherung – Transparenz und Nachweisbarkeit im Produktkreislauf“

Mehr als 40 Teilnehmer aus mittelständischen sowie großen Indistrieunternehmen, Forschungsintistitutionen und Verbänden informierten sich zu Beginn über aktuelle gesetzliche Rahmenbedingungen im betrieblichen Umgang mit Abfällen (Luise Riedel, IHK). Gewerbeabfallverordnung, Verpackungsgesetz und Co. schreiben nicht nur Getrenntsammlung und Verwertungsquoten vor, sondern verpflichten Unternehmen auch zu Registrierung bzw. Dokumentation.

Herr Markus Engel (imds professional) stellte ein digitales Registrierungssystem und dessen Relevanz zur Erfüllung der Vorgaben der Altfahrzeugrichtlinie dar. Im Anschluss sensibilisierte Dr. Gert Homm (Fraunhofer-Projektgruppe IWKS) die Diskussion auch für Produkte anderer Branchen. Kritische Roh- und Werkstoffe sind in verschiedenen aktuellen Produkten auf komplexe Weise verbaut. Es wurden Konzepte vorgestellt, wie die eminenten Herausforderungen beim Recycling solcher Produkte gelöst werden können.

Eines der Konzepte stellt die chemische Markierung von Kunststoffen für die Identitätsprüfung und das Recycling von Werkstoffen dar. Die Erkennung per fluoreszenter Partikel wurde anhand vielfältiger Anwendungsbeispiele beschrieben (Dr. Martin Fahr, Polysecure GmbH). Digitale Tools und Services zur Erfassung und Speicherung von Materialien in komplexen Industrie- und Verbraucherprodukten wurden von Peter Müller (DXC technology) vorgestellt.


Eine Diskussion im Auditorium führte zu folgender Schlussfolgerung: Erfolgreiches Recycling beginnt mit einer frühzeitigen Erfassung der Wertstoffe im Produktkreislauf und kann nur dann effizient umgesetzt werden, wenn Produkte für eine Wiederverwendung und das Recycling gestaltet wurden. Hochwertige Produkte sichern Nachhaltigkeit und nutzen die Innovationskraft der deutschen und europäischen Wirtschaft.