Erster Hessischer Ressourceneffizienz Kongress – Erfolgreiche Auftaktveranstaltung am 16.11.2016

Pressemitteilung / 17. November 2016

Vor rund 300 Teilnehmern eröffnete der Hessische Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung Tarek Al-Wazir den ersten Hessischen Ressourceneffizienz Kongress, den das Land Hessen in Zusammenarbeit mit der Fraunhofer-Projektgruppe für Wertstoffkreisläufe und Ressourcenstrategie IWKS und weiteren Kooperationspartnern veranstaltete. Der Kongress fand im Rahmen des Hessischen Innovationstages statt, der sich 2016 den Themen Ressourcen- und Materialeffizienz sowie Ecodesign verschrieben hatte.

 

 

 

Der erste Hessische Ressourceneffizienz Kongress präsentierte sich mit einem ausgewählten Programm. Ziel war es, die Notwendigkeit einer konsequenten Optimierung der Ressourceneffizienz und die Potenziale einer effizienten Produktionsweise aus den verschiedensten Perspektiven zu beleuchten, sowohl aus wissenschaftlicher wie auch aus unternehmerischer respektive gesamtökonomischer Sicht.

Dr. Raoul Klingner, Direktor Forschung der Fraunhofer-Gesellschaft e.V., beantwortete in seiner Keynote  „‘More from Less for More‘ durch Ressourceneffizienz & Digitalisierung“ die Frage, wie die Vision von der Produktion der Zukunft aussieht. Mit Fraunhofer heiße der Weg in die Produktion von morgen E³. Die drei „E" stehen dabei für effiziente Technik, effiziente Fabriken und effizientes Arbeiten. Wie wichtig der Kreislaufgedanke bzw. „Cradle to Cradle“ Ansatz für eine ressourceneffiziente Wirtschaft ist, legte Ken Webster von der Ellen MacArthur Stiftung in seiner Keynote dar. Zwei Best-Practice Beispiele aus der Wirtschaft wurden von Ulrich Inderthal / Bosch KWK Systeme GmbH und Jürgen Blöcher / FKM Sintertechnik GmbH vorgestellt. Mit seinem Beitrag „Lust auf Ideen“ zeigte Bernhard Wolff die Möglichkeiten kreativen Denkens auf: Gerade auch auf dem Gebiet der Ressourceneffizienz könnten innovative Ideen durch kreative Prozesse gefördert werden. In den darauffolgenden Sessions hielten Vertreter aus der Wirtschaft und renommierte Forscher, darunter Wissenschaftler der Fraunhofer-Projektgruppe IWKS, Vorträge zu Themen wie „Produktion von morgen: Vernetzt und effizient“, „Ressourceneffiziente Verfahren“ und „Stoffkreisläufe schließen“. Die referierten Thesen und praktischen Beispiele wurden anschließend von den Teilnehmern in moderierten Gesprächen diskutiert. Nach dem WRAP UP aller Sessions im Plenum stellte Dr. Matthias Buchert vom Öko-Institut e.V. in seinem Abschlussvortrag die Frage „Wo geht die Reise hin? Deutschland braucht die Rohstoffwende“, in dem er nicht nur eindringlich betonte, dass die Anstrengungen für eine Rohstoffwende intensiviert werden müssten, sondern zugleich Meilensteine für eine Roadmap der Rohstoffwende für Hessen skizzierte.

Interessierte Unternehmen und wissenschaftliche Institutionen konnten sich auf dem Kongress zudem über Förderungsmöglichkeiten im Umweltbereich informieren und individuell zu Innovations- und Förderprogrammen auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene beraten lassen.

Ein effizienter Umgang mit begrenzt verfügbaren Ressourcen ist eine ökonomische und ökologische Notwendigkeit. In Deutschland muss die Material- und Energieeffizienz weiter wachsen. Dafür sind Innovationen nötig: Sie bieten Unternehmen die Chance, nicht nur ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen, sondern auch ökologisch wirksam Ressourcen zu schonen. Die enge Zusammenarbeit von Forschung und Wirtschaft und der stetige Austausch sind hier wesentlich. Dies zeigte der erste Hessische Ressourceneffizienz Kongress eindringlich.

 

Mehr Info

Pressemitteilung des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung

Hessen Trade and Invest

 

Einen ausführlichen Tagungsbericht finden Sie in Kürze auf der Webseite der Hessen Trade and Invest.