Batterien im Kreislauf: Das Projekt RoB@t2Cell – Für eine nachhaltige und souveräne E-Mobilität
Mit der Elektromobilität wächst auch die Zahl der Batterien, die das Ende ihrer ersten Lebensdauer erreichen. Doch was passiert mit ihnen? Das Forschungsprojekt »RoB@t2Cell« entwickelt bis Ende 2028 wegweisende, automatisierte Lösungen, um alte Batterien entweder fit für ein zweites Leben zu machen oder sie hocheffizient zu recyceln.
Die Herausforderung: Sicherer Umgang ohne Energieverlust
Bisher stehen wir beim Umgang mit ausgedienten Batterien vor drei zentralen Problemen, die eine effiziente Kreislaufführung behindern:
- Das »Sicherheits-Dilemma«: Aktuell werden Batterien am Ende ihrer Nutzung oft pauschal tiefenentladen, um sie sicher zerlegen zu können. Das Problem: Dieser Vorgang zerstört oft die empfindliche innere Struktur der Zellen, wodurch sie für eine wertvolle Zweitverwendung (Second Life), etwa als stationäre Stromspeicher, unbrauchbar werden.
- Der Faktor Handarbeit: Die Demontage von Batterien erfolgt weltweit bisher fast ausschließlich manuell. Angesichts der künftigen Mengen ist dieser Prozess zu langsam, zu teuer und nicht skalierbar.
- Verklebte Designs: Moderne Batteriebauweisen (wie Cell-to-Pack-Systeme) sind oft fest verklebt oder verschäumt, was eine zerstörungsfreie Zerlegung mit herkömmlichen Mitteln fast unmöglich macht.