Die Fraunhofer-Projektgruppe IWKS widmet sich dem Recycling und der Wiederverwertung medizinischer Explantate und medizinischer Hochleistungsmetalle

Presseinformation / 31.3.2015

RE-X med

Recycling und Wiederverwertung medizinischer Explantate und 
medizinischer Hochleistungsmetalle

Ressourcenknappheit sowie die Sicherung einer nachhaltigen Versorgung der Industrie mit Rohstoffen ist ein zentrales Thema für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung von Industrienationen geworden.

 

Entwicklung und Umsetzung wirtschaftlicher Recyclingkonzepte

Eine Reihe von kritischen Rohstoffen wird heute als Restabfall entsorgt und steht damit unwiederbringlich nicht mehr zur Verfügung. Diese wertvollen und endlichen Ressourcen sollen wieder verfügbar und nachhaltig nutzbar gemacht werden.

 

Zum Wegwerfen zu schade!

Eine Wieder- oder Weiterverwertung lohnt sich!

Auch medizinische Werkstoffe enthalten Wertstoffe, die in Zukunft recycelt werden sollen. Dazu gehören vor allem Titan, Kobalt, Chrom, Nickel und Stahl. Diese Metalle aus explantierten Implantaten, Endoprothesen sowie von chirurgischen Instrumenten werden weltweit zurzeit nicht weiterverwertet. In der Regel verbleiben z. B .Explantate entweder beim Patienten, als Asservate  vorübergehend in der Klinik oder werden gleich im Klinikmüll entsorgt.

Zahlen und Fakten

Laut statistischem Bundesamt blieben in 2012 ca. 15.000 kg der Endoprothesen-Metalle ungenutzt. Diese Gruppe setzt sich sowohl aus alten, als auch aus nicht verwerteten neuen Endoprothesen zusammen. Ca. 50.000 kg medizinische Implantate und chirurgische Einweg-Instrumente landen pro Jahr im Müll.

 

RE-X med – Leistungsangebot der Fraunhofer-Projektgruppe IWKS

In Zusammenarbeit mit Kliniken in Deutschland sichern wir eine nachhaltige Entsorgung metallischer Klinikabfälle mithilfe eines nachhaltigen Sammelsystems. Der Zusatzaufwand für die Kliniken ist gering.

In der Regel bekommt der Patient nach der OP die gereinigte Prothese zurück. Wenn der Patient seine schriftliche Einverständniserklärung zur Weiterverwertung der Endoprothese gegeben hat, wird  sie in der Klinik in einer speziellen „Recycling-Box“ gesammelt.

Nach dem Sammeln werden die medizinischen Werkstoffe durch ein fachgerechtes Recycling und eine innovative Aufbereitung als wertvoller Rohstoff zur Produktion von u. a. neuen Prothesen und klinischen Instrumenten zugeführt werden. Damit wird ein qualifizierter Wertstoffkreislauf aufgebaut, in dem der Einsatz von Primärrohstoffen und Energie reduziert wird.