DPP e.V. etabliert sich unter den nationalen Phosphorakteuren

Presseinformation / 26. März 2015

Die Umweltministerkonferenz hatte auf ihrer 80. Sitzung am 7. Juni 2013 auf die kritische Situation der gegenwärtigen Phosphornutzung reagiert und die Initiative begrüßt, eine Deutsche Phosphor-Plattform zu etablieren. Im Kreise von Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft fand am 12.02.2015 in Alzenau die Gründung des Vereins „Deutsche Phosphor-Plattform DPP e.V.“ statt.

Der Verein Deutsche Phosphor-Plattform DPP e.V. verfolgt das Ziel, ein nachhaltiges und umweltverträgliches Phosphormanagement in Deutschland mit Hilfe einer effizienten Phosphornutzung, sowie durch effektives Recycling und Reprocessing des Phosphors umzusetzen.

Dazu sollen insbesondere folgende Maßnahmen beitragen:

- Aufbau eines Netzwerkes im Bereich des nachhaltigen Phosphormanagements mit Vertretern aus Industrie, Landwirtschaft, Wissenschaft, Politik und Kommunen

- Schaffung eines interdisziplinären Systemverständnisses

- Entwicklung von Richtlinien und Empfehlungen für Entscheidungsträger

- Organisation von Treffen, Seminaren und Workshops zu phosphor-relevantenThemen

- Initiierung und Koordinierung von Projekten der Mitglieder

- Verbreitung von Wissen zum Thema nachhaltiges Phosphormanagement in der Öffentlichkeit

Als Ausrichter der 2. Europäischen Phosphorkonferenz (ESPC 2) in Berlin am 5. und 6. März 2015, konnte der DPP e.V. mehr als 300 Vertreter aus 34 Ländern zusammenbringen. Die Experten diskutierten über die Zukunft des Phosphorrecyclings, den Einsatz der daraus gewonnenen Sekundärphosphate und den schonenderen Umgang mit unseren Phosphorreserven. Die European Sustainable Phosphorus Platform (ESSP) als Dachorganisation der nationalen Phosphorplattformen, verabschiedete mit ihren Mitgliedern ein Empfehlungsschreiben mit 12 Punkten, die als Empfehlung und Schlussfolgerung der Konferenz zu verstehen sind, aber auch den Arbeitsrahmen der Phosphorplattformen abstecken sollen.

Der DPP e.V. hielt im Rahmen der Konferenz seine erste Mitgliederversammlung ab, auf der der sieben Personen umfassende Vorstand gewählt wurde. Erster Vorsitzender des Vereins ist Prof. Dr. Stefan Gäth, einer der Initiatoren des DPP e.V. und Berater der Fraunhofer-Projektgruppe IWKS. Mit Michael Spitznagel (Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz), Dr. Christian Kabbe (Kompetenzzentrum Wasser Berlin), Kees Langeveld (ICL Fertilizers Europe), Prof. Dr. Peter Leinweber (Universität Rostock), Rudolf Bogner (CNP GmbH) und Burkhard Hagspiel (Stadtentwässerung und Umweltanalytik Nürnberg) sind weitere namhafte Experten in Sachen Phosphor im Vorstand vertreten.  

Der Verein mit seinem Geschäftsführer Dr. Daniel Frank agiert seit dem 01.03.2015 unabhängig von der Fraunhofer Gesellschaft, auch wenn die Geschäftsstelle im Hause der Fraunhofer-Projektgruppe IWKS in Alzenau verbleibt. Um die Schlagkraft des Vereins zu erhöhen, soll zunächst um weitere Mitglieder geworben werden. Unter der Mitarbeit aller Beteiligten sollen anschließend Maßnahmen zu zukünftigen Aktivitäten des DPP e.V. entwickelt werden, um die nachhaltige Phosphornutzung für Deutschland zu gestalten.