Modulare Sortieranlage

In der Prozesskette der Aufbereitung von Primär- und Sekundärrohstoffen ist die Erzeugung von angereicherten Fraktionen aus Stoffgemischen ein wichtiger Schritt. Zusätzlich zu den etablierten Klassier- und Sortierverfahren auf physikalischer Basis sind hier intelligente Lösungen verstärkt gefragt, um den zunehmend komplexer und heterogener werdenden Stoffströmen gerecht zu werden.

© Foto Sesotec

CAD-Modell der modularen Sortieranlage

Die Fraunhofer-Projektgruppe IWKS wird bis Ende 2017 über eine hochflexible Sortieranlage verfügen, die sowohl für grundlegende Untersuchungen der Sortierbarkeit von Stoffströmen aber auch für die Verarbeitung von großen Mengen geeignet ist.

 

Das modulare Konzept besteht im Einzelnen aus folgenden Aggregaten:

Mehrdeck-Siebmaschine (Spannwellensieb), Spaleck:

  • Arbeitsbreite 975 mm
  • Klassierung von siebschwierigen, klebrigen und feuchten
  • Materialien bei Trennschnitten von 0,2 mm bis ca. 50 mm
  • „Trampolineffekt“ erzeugt Beschleunigungen bis 50 g in den Siebmatten
  • Sehr gute Auflockerung des Siebguts, keine Klemm- oder Steckkornbildung

 

Magnettrommel- und Wirbelstromscheider, Eriez:

  • Arbeitsbreite 1000 mm
  • Korngrößen 1-50 mm (optimales Verhältnis 1:3)
  • Anpassung der Prozessparameter durch Variation von Dreh- und Bandgeschwindigkeiten und Positionen der Trennbleche und Polrädern


Multisensorsystem, Sesotec:

  • Arbeitsbreite 1024 mm
  • Korngrößen 1-50 mm
  • Kombination von:
    - 2 CCD-Zeilenkameras (Farbe und Form von Objekten)
    - Induktionsspule (Erkennung von Metallen)
    - Hyperspektralkamera (NIR 1330-1900 nm, Identifikation von organischen Materialien)
  • Druckluftauswurf:
    - 6,4 mm Raster: 160 Düsen mit 2,5 mm Durchmesser
    - 3,2 mm Raster: 320 Düsen mit 2 mm Durchmesser