Medizintechnik

Gesundheitswesen neu gedacht: Medizintechnik im Zeichen der Kreislaufwirtschaft

Das Gesundheitswesen steht vor einer doppelten Herausforderung: Während die Behandlung und Versorgung von Patienten oberste Priorität haben, verursacht der Sektor rund 6 % der nationalen Treibhausgasemissionen in Deutschland. Ein Großteil dieser Belastung resultiert aus der linearen Nutzung von Einwegprodukten und steht im Widerspruch zu nationalen und europäischen Klima- und Ressourcenschutzstrategien, die Emissionsminderungen und den Übergang zu einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft fordern. Wir möchten das verändern: Vom Abfallproblem hin zur wertvollen Ressource.

Die Vision: Geschlossene Stoffkreisläufe im Klinikalltag

Einwegprodukte erleichtern Hygiene und Organisation, führen jedoch zu großen Mengen meist nicht-infektiöser Abfälle, die heute größtenteils thermisch verwertet werden. Dabei gehen wertvolle Rohstoffe verloren, während zusätzliche Emissionen entstehen. Medizintechnik neu zu denken bedeutet, Einwegprodukte nicht länger primär als Abfall zu betrachten, sondern als Ressource im Sinne geschlossener Stoffkreisläufe.

 

Die Vorteile auf einen Blick:

  • Klimaschutz & Ressourcensicherung: Rückgewinnung hochwertiger Metalle und Kunststoffe ohne Qualitätsverlust.
  • Wirtschaftlichkeit: Senkung von Kosten und Verringerung der Abhängigkeit von globalen Rohstoffmärkten durch effiziente Logistik und neue Verwertungswege.
  • Regulierung & Reputation: Erfüllung nationaler und europäischer Klimastrategien sowie Stärkung Ihrer Rolle als verantwortungsbewusste Einrichtung.
  • Innovation: Erschließung neuer Geschäftsmodelle durch digitale Stoffstromlösungen und moderne Recyclingtechnologien.
  • Soziale Verantwortung: Förderung lokaler Produktion in Europa und Verbesserung der Arbeitsbedingungen.

Unsere Expertise: Vom Labor in die Praxis

Wir entwickeln praxisnahe Lösungen, um lineare Stoffströme in funktionierende Kreisläufe zu überführen – und testen sie unter realen Bedingungen im Gesundheitswesen. Dabei begleiten wir Sie von der ersten Analyse bis zur Skalierung:

Projektarchitektur eines Forschungsprojekts mit definierten Bearbeitungsphasen – von der Analyse bis zur Umsetzung eines ganzheitlichen, nachhaltigen Gesamtkonzepts

 

  • Machbarkeitsstudien & Pilotprojekte: Testen unter realen Bedingungen im Kliniksektor.
  • Stoffstrom- und Potenzialanalysen: Identifikation von Potenzialen in Ihren Abfallströmen.
  • Sammel- und Logistikkonzepte: Entwicklung und Erprobung sicherer Sammelsysteme.
  • Bewertung: Ganzheitliche ökologische (Life Cycle Assessment) und ökonomische (Life Cycle Costing) Analysen.
  • Technologietransfer: Skalierung und Transfer vom Labor in den Piltomaßstab.

Werden Sie unser Projektpartner

Um die Vision einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft im Gesundheitswesen Realität werden zu lassen, setzen wir auf starke Partnerschaften. Wir suchen engagierte Akteure aus der Praxis, die mit uns wegweisende Pilotprojekte realisieren möchten, um das Potenzial der Wertstoffrückführung unter realen Bedingungen zu demonstrieren.

  • Metalle: Rückführung von hochwertigen Wertstoffen aus metallischen Einweginstrumenten.
  • Kunststoffe: Erprobung neuer Verfahren wie der Plasmapyrolyse, um selbst verunreinigte Kunststoffabfälle in wieder nutzbare Grundbestandteile zu zerlegen.

Lassen Sie uns gemeinsam lineare Prozesse in nachhaltige Kreisläufe überführen. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme, um potenzielle Kooperationen und gemeinsame Projektanträge zu besprechen.

 

SingleUseRecovery

Entwicklung einer Rücknahmestrategie für Einstoffprodukte aus z.B. Edelstahl oder Kunststoff

 

KlinikWertstoff

Wertstofftonne für klinische Abfälle mit Ressourcenpotential

Gemeinsam die Transformation gestalten

Indem man Materialien aus klinischen Abfällen zurückgewinnt, werden Lieferketten entlastet, der Bedarf an Primärrohstoffen gesenkt und Emissionen deutlich reduziert. Die Kreislaufwirtschaft ist damit ein strategischer Schlüsselfaktor für ein zukunftsfähiges Gesundheitswesen. Unser Angebot richtet sich an Akteure entlang der gesamten Wertschöpfungskette:

  • Kliniken und Pflegeeinrichtungen
  • Hersteller von Medizinprodukten & Einweginstrumenten
  • Entsorgungs- und Recyclingunternehmen
  • Trägerorganisationen sowie Gesundheits- und Umweltpolitik