Nachhaltige Innovationen vorantreiben, um PFAS im europäischen Gesundheitswesen zu minimieren
PFAS (Per- und Polyfluoralkylsubstanzen) sind synthetische Chemikalien, die eine Schlüsselrolle bei der Gewährleistung der Qualität und Sicherheit einer breiten Palette von Gesundheitsprodukten spielen, von Arzneimitteln und Medizinprodukten bis hin zu Verpackungen und Reinigungsmitteln.
Das Ziel von PFAROS ist es, den Ausstieg aus PFAS-Substanzen in der Pharmaindustrie und der Medizintechnik zu beschleunigen und dabei die Qualität und Sicherheit der betroffenen Produkte zu gewährleisten. Um diese Herausforderung zu bewältigen, ist eine Zusammenarbeit im gesamten Gesundheitsökosystem erforderlich.
Wie der Projektkoordinator Kevin Van Geem (Universität Gent, Labor für Chemische Technologie) betont:
»Keine einzelne Organisation kann die PFAS-Herausforderung alleine bewältigen. PFAROS bündelt Fachwissen aus dem gesamten Gesundheitsökosystem, um praktische, wissenschaftlich fundierte Lösungen zu entwickeln, die dazu beitragen, PFAS-Emissionen zu reduzieren, die Nachhaltigkeit zu stärken und die langfristige Widerstandsfähigkeit des europäischen Gesundheitswesens zu sichern.«
Durch diese einzigartige öffentlich-private Partnerschaft bringt PFAROS an die 100 europäischen und internationalen Akteure aus Gesundheitswesens, Industrie, Wissenschaft, Regulierungsbehörden und Zivilgesellschaft zusammen.
Auch das Fraunhofer IWKS ist Teil des Konsortiums und bringt seine Expertise in den Bereichen Kreislaufwirtschaft und Lebenszyklusanalyse ein. Durch die Analyse relevanter Stoffströme sowie die Entwicklung optimierter Lösungen für das Ende der Lebensdauer PFAS-haltiger Abfallströme schafft das Institut die Grundlage für den Übergang zu kreislauffähigen Szenarien. Dadurch werden nachhaltige Entsorgungs- und Recyclingstrategien ermöglicht, während gleichzeitig höchste Patientensicherheit, Produktqualität und Leistungsfähigkeit des Gesundheitswesens gewährleistet bleiben.