GlyPac – kleine reaktive Glykan-Binder in Druckfarben und Lacken für Verpackungen

Das Projekt GlyPac beschäftigt sich aufbauend auf seinem Vorgänger GlyChem innerhalb der Innovationsräume Bioökonomie mit der stofflichen Verwertung von pflanzlichen Reststoffen aus der Metropolregion in Form von funktionalen Polymeren in Verpackungen und Lacken.

Der Reststoff Apfeltrester wird als Ausgangsstoff genutzt, um mit einem chemikalien-freien Heißwasserverfahren polymere Glykane (Polysaccharide) zu extrahieren und diese über verschiedene Ansätze zu Oligomeren mit lediglich 10-15 Zuckerbausteinen zu verkleinern. Zur Aufreinigung der Produktfraktion nach Depolymerisation wird eine Methode zur Nutzung der Ultrafiltration entwickelt, um die gut wasserlöslichen Oligomere von Abbau- und Nebenprodukten zu trennen. Durch diese Aufreinigung und zusätzliche Verengung der Molekulargewichtsverteilung werden geforderte Größenbereiche wichtiger synthetischer Binder (z.B. OH-reiche Polyester) für Druckfarben und Barriere-Beschichtungen auf Verpackungsfolien erreicht, um diese (teil-)substituieren zu können.

 

Innovationsräume BioökonomieDieses Dossier gibt Einblicke in die erfolgreiche Zusammenarbeit, die strukturellen Erfahrungen, angewandte Methoden und die gewonnenen Erkenntnisse aus den vier Innovationsräumen.

Partner

  • ehc-memtec UG
  • TU Darmstadt – Technische Chemie II
  • Zeller+Gmelin GmbH & Co. KG
  • Herbstreith & Fox GmbH & Co. KG Pektin-Fabriken
  • Fraunhofer ISC

Weitere Informationen

Innovationsraum BioBall – Bioökonomie im Ballungsraum

Ziel des Innovationsraums BioBall ist es, die stoffliche Nutzung von biogenen Rest- und Abfallstoffen zu fördern – unter den besonderen Bedingungen der dicht besiedelten und industrialisierten Metropolregion Frankfurt / Rhein Main. Der direkte Austausch und die Zusammenarbeit von privater und kommunaler Wirtschaft, Wissenschaft und Politik steht im Fokus.