Prof. Dr. Rudolf Stauber stellte zum Auftakt der Konferenz neue Technologien und Trends im Leichtbau vor

Presseinformation / 6.7.2018

© Fraunhofer-Projektgruppe IWKS

Prof. Dr. Stauber bei seinem Vortrag

Vom 20. bis 21. Juni 2018 trafen sich Experten der Kunststoffwirtschaft und -forschung an der Hochschule Osnabrück, um neue Innovationen in der Kunststofftechnik zu diskutieren. Den Auftakt der Veranstaltung übernahm Prof. Dr. Rudolf Stauber, Geschäftsführer der Fraunhofer-Projektgruppe für Wertstoffkreisläufe und Ressourcenstrategie IWKS. In seinem Vortrag beleuchtete er neue Technologien und Trends im Leichtbau und deren vielfältige Anwendungsmöglichkeiten. Verbunden mit dem Kerngedanken der Kreislaufwirtschaft stehen beim Einsatz von Leichtbaumaterialien immer fünf Punkte im Vordergrund: Materialverfügbarkeit, Wirtschaftlichkeit, Reparaturfähigkeit, Ressourcen- und Energieeffizienz sowie Nachhaltigkeit. All diese Kriterien gilt es bei der Entwicklung neuer Materialien und deren Einsatz in Produkten zu berücksichtigen. Anwendungsfelder für den Leichtbau reichen von der Automobilindustrie bis zur Luft- und Raumfahrttechnik. Obwohl die Entwicklung neuer Materialien rasant voranschreite, sei deren Einsatz in der Industrie wie beispielsweise im Automobilbau doch eher evolutionärer statt revolutionärer Natur, führte Professor Stauber weiter aus. Der Grund:  Um eine hohe Wirtschaftlichkeit zu gewährleisten, werden Produktionsprozesse mit Fertigungsstraßen nicht über kurze Zeiträume umgestellt. „Die Zukunft der Materialien liegt in einem intelligenten Mischbau – also nicht nur in einem Werkstoff wie beispielsweise Karbon oder Kunststoff, sondern in einem ein Mix der Werkstoffe“, so Professor Stauber.

Im Rahmen der Konferenz wurden neben den Materialien selbst auch Themen wie Industrie 4.0, additive Fertigung und Digitalisierung wie die Nutzung von Datenströmen für mehr Effizienz in der Produktion thematisiert. Am Stand der Projektgruppe als Teil der begleitenden Fachausstellung konnten sich die Teilnehmer darüber hinaus zur aktuellen Forschungsarbeit im Bereich Leichtbau informieren.

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