Messe  /  4.5.2020  -  8.5.2020

Über die Messe

Die Fraunhofer-Einrichtung für Wertstoffkreisläufe und Ressourcenstrategie IWKS mit Standorten in Alzenau (Bayern) und Hanau (Hessen) entwickelt Prozesse und Technologien für einen ressourceneffizienten Umgang mit Roh- und Wertstoffen.

Auf der IFAT 2020 wird die Forschungseinrichtung auf ihrem Stand in Halle B4, Standnummer 300, den Fokus auf feste Stoffströme legen mit den Schwerpunkten Elektroschrott, Batterie- und Magnetrecycling, Aufbereitung mineralischer Abfälle und Herstellung neuer biogener Rohstoffe. Die Forscher des Fraunhofer IWKS zeigen dabei ihre Lösungen für die Aufbereitung komplexer Stoffgemische, wie sie üblicherweise in Elektroschrott oder auch in Schlacken/ Aschen zu finden sind. Mittels innovativer Technologien wie der elektrohydraulischen Zerkleinerung oder der modularen Sortieranlage können Materialien an ihren Grenzen getrennt und effizient sortiert werden. Dabei zählen nicht nur Effizienz und Wirtschaftlichkeit, auch die Umweltauswirkungen sollen in der gesamten Prozesskette möglichst gering gehalten werden. Einen besonderen Stellenwert im Elektroschrott-Recycling nimmt das Batterierecycling ein. Das Fraunhofer IWKS entwickelt hierzu einen Prozess zur Batterieaufbereitung, bei dem die Wertstoffe nicht bis auf Elementebene getrennt, sondern als Funktionsmaterial aufbereitet werden.

 

Darüber hinaus zeigt das Fraunhofer IWKS auf dem Fraunhofer-Gemeinschaftsstand in Halle B2, Stand 215/314 den Forschungsbereich Abwasseraufbereitung. Konkret wird der Messeauftritt die Aufbereitung von Industrieabwässern mittels elektrochemischer Behandlung und Adsorption beleuchten. Dafür setzt das Fraunhofer IWKS auf die Entwicklung neuartiger Adsorptionsmaterialien, die spezifisch auf den abzutrennenden Stoff angepasst sind. Außerdem liegt ein weiterer Schwerpunkt in der Regenerierbarkeit der Adsorptionsmaterialien. Dies führt zu einem verminderten Einsatz von Rohstoffen und verhindert die Entstehung sekundärer Abfallstoffe. Klassische Anwendungsfelder sind hier industrielle Abwässer oder auch spezielle kommunale Abwässer, wie z.B. aus Krankenhäusern, die in besonderem Maße Schadstoffe, aber auch Wertstoffe enthalten.

Darüber hinaus arbeiten die Forschenden des Fraunhofer IWKS mithilfe von Diamantelektroden an der Abtrennung und Aufbereitung von organischen Phosphaten. Im Gegensatz zu herkömmlichen Elektroden erzeugen Diamantelektroden stark oxidative Spezies (OH-Radikale) und sind so in der Lage, eine Vielzahl an chemischen Verbindungen abzubauen, was das Verfahren effizienter macht. Die Neuartigkeit dieses Ansatzes liegt vor allem in der ganzheitlichen Betrachtung von bisher wenig oder gar nicht beachteten industriellen Abwasserströmen, vom Abbau der Schadstoffe bis hin zur Phosphorrückgewinnung und der Verwertung z. B. in Form von Düngemitteln. So kann das zu entsorgende Abwasservolumen in erheblichem Maße reduziert und Entsorgungskosten minimiert werden.

 

Rerferenz-Projekte:

ElPhoDia - Elektrochemischer Abbau von Phosphonaten in industriellen Prozessabwässern mittels Diamantelektroden

Embraced - Von der Babywindel zum Rohstoff

Elektrowirbel - Schließung industrieller Stoffkreisläufe durch neue elektrochemische Wirbelbettreaktoren

SuPaPhos - Rückgewinnung von Phosphat aus Abwasser und Prozesswasser mit Hilfe magnetisch abtrennbarer Ionentauscher im Großversuch