Netzwerke - Regional

Beteiligen Sie sich an hessenweiter Erfassung

Ressourcen-Cluster unterstützt wissenschaftliche Erhebung von Abfallströmen und Verwertungsmöglichkeiten

Im Zuge einer Masterarbeit, die von Technischer Universität Darmstadt und Fraunhofer IWKS betreut wird, werden Nebenprodukte und Abfälle aus Betrieben im Rhein-Main-Gebiet erfasst. Dazu werden Interviews geführt und quantitative Daten per Onlinebefragung erhoben. Beteiligen Sie sich, indem Sie bis Ende April 2018 mit dem Team des Ressourcen-Clusters in Kontakt treten oder dem Link zu Onlinebefragung folgen. Ihr Unternehmen kann auf mehreren Ebenen von einer Teilnahme profitieren:

 

 

  • direkte technologische Beratung zu eigenen Abfällen und Nebenprodukten durch ein Expertengremium des Ressourcen-Clusters
  • Verbesserung der politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen durch öffentliche Darlegung von Herausforderungen und Möglichkeiten zur Verbesserung
  • Veröffentlichung von umgesetzten Verwertungskonzepten und Maßnahmen zur Ressourcenschonung in Ihrer Produktion
  • vertrauensvoller Umgang mit Unternehmensdaten

 

Jennifer Walden  E-Mail senden
Dr. Andreas Stegmüller  E-Mail senden

Konzepte zur Rohstoffsicherung - Diskussion um den Erhalt von Wertstoffen im Industriezyklus

Frankfurt am Main. Dr. Gert Homm informiert über "Nachverfolgung als notwendige Vorraussetzung für die Kreislaufwirtschaft" am 09. März 2018.

Zu einer interaktiven Veranstaltung mit Fachvorträgen und Diskussion luden die IHK Frankfurt mit dem Ressourcen-Cluster Rhein-Main, IMDS Professional und Fraunhofer IWKS am 09. März 2018 ein:

„Konzepte zur Rohstoffsicherung – Transparenz und Nachweisbarkeit im Produktkreislauf“

Mehr als 40 Teilnehmer aus mittelständischen sowie großen Indistrieunternehmen, Forschungsintistitutionen und Verbänden informierten sich zu Beginn über aktuelle gesetzliche Rahmenbedingungen im betrieblichen Umgang mit Abfällen (Luise Riedel, IHK). Gewerbeabfallverordnung, Verpackungsgesetz und Co. schreiben nicht nur Getrenntsammlung und Verwertungsquoten vor, sondern verpflichten Unternehmen auch zu Registrierung bzw. Dokumentation.

Herr Markus Engel (imds professional) stellte ein digitales Registrierungssystem und dessen Relevanz zur Erfüllung der Vorgaben der Altfahrzeugrichtlinie dar. Im Anschluss sensibilisierte Dr. Gert Homm (Fraunhofer IWKS) die Diskussion auch für Produkte anderer Branchen. Kritische Roh- und Werkstoffe sind in verschiedenen aktuellen Produkten auf komplexe Weise verbaut. Es wurden Konzepte vorgestellt, wie die eminenten Herausforderungen beim Recycling solcher Produkte gelöst werden können.

Eines der Konzepte stellt die chemische Markierung von Kunststoffen für die Identitätsprüfung und das Recycling von Werkstoffen dar. Die Erkennung per fluoreszenter Partikel wurde anhand vielfältiger Anwendungsbeispiele beschrieben (Dr. Martin Fahr, Polysecure GmbH). Digitale Tools und Services zur Erfassung und Speicherung von Materialien in komplexen Industrie- und Verbraucherprodukten wurden von Peter Müller (DXC technology) vorgestellt.

Eine Diskussion im Auditorium führte zu folgender Schlussfolgerung: Erfolgreiches Recycling beginnt mit einer frühzeitigen Erfassung der Wertstoffe im Produktkreislauf und kann nur dann effizient umgesetzt werden, wenn Produkte für eine Wiederverwendung und das Recycling gestaltet wurden. Hochwertige Produkte sichern Nachhaltigkeit und nutzen die Innovationskraft der deutschen und europäischen Wirtschaft.

 

5. Strategietreffen des Ressourcen-Clusters Rhein-Main

Die Teilnehmer des Strategietreffens am 22. November in der Pumpenhalle des alten Wasserwerks Goldstein in Frankfurt am Main. (c) IWKS

Cluster plant Erfassung von Abfallströmen in Rhein-Main

Ressourcen-Cluster diskutiert Konzepte zu Wasseraufreinigung und Kreislaufwirtschaft

Im Rahmen des 5. Strategietreffens des Ressourcen-Clusters Rhein-Main trafen sich am 22. November Vertreter aus Wissenschaft und Industrie im Wasserwerk Goldstein. Passend zum Veranstaltungsort, dem geschichtsträchtigen Wasserversorgungszentrum für die Region, stellte der Darmstädter Professor Markus Engelhart zunächst aktuelle Technologien zur Reinigung von industriellem Prozesswasser vor. Dabei besteht für die Verfahren immer ein Spannungsfeld zwischen Energie-, Materialeinsatz und Erfüllung der gesetzlichen Vorgaben zur Reinheit. Verfahren werden daher sinnvollerweise anhand der Gegebenheiten vor Ort ausgewählt und optimiert. Matthias Brück stellte den 18 Teilnehmern ein System vor, mit dem Trinkwasser in Gastronomiebetrieben und der Lebensmittelproduktion ganz ohne stoffliche Zusätze entkeimt werden kann. Während Frischwasser vor allem frei von Schadstoffen sein muss, bergen Abwässer oft wertvolle Rohstoffe, die zurückgewonnen werden sollten. Die Fraunhofer-Projektgruppe IWKS forscht daher in der Abteilung Biogene Systeme an Rückgewinnungskonzepten von Phosphor und Metallen aus Klärschlamm und industriellen Abfällen.

 

Neben der Diskussion um neue Technologien wurde auch ein neues Projekt des Clusters besprochen. Das Netzwerk möchte ungenutzte Recyclingpotentiale im Rhein-Main-Gebiet aufdecken. Dafür wird eine Masterarbeit angefertigt, die im Rahmen einer Kooperation zwischen der Technischen Universität Darmstadt und der Fraunhofer-Projektgruppe IWKS begleitet wird. Es sollen Abfälle aus Betrieben und Kommunen erfasst und den Möglichkeiten einer optimalen Verwertung gegenübergestellt werden. Dabei ergeben sich für die teilnehmenden Betriebe direkt Verbesserungsvorschläge und Einsparmöglichkeiten von Entsorgungs- oder Rohstoffkosten. Darüber hinaus werden aus der Abschlussarbeit  Handlungsempfehlungen abgeleitet, die praktische Empfehlungen und neue Konzepte für die Abfallwirtschaft im Rhein-Main-Gebiet enthalten. Unternehmen sind dazu eingeladen, sich aktiv an diesem Projekt zu beteiligen, indem sie zum Beispiel an der Erfassung teilnehmen. Weitere Informationen auf www.ressourcen-cluster.de

 

Ressourcen-Cluster schreibt Studie als Masterarbeit aus

Das Fachgebiet Stoffstrommanagement und Ressourcenwirtschaft (SuR) des Instituts IWAR (TU Darmstadt) und die Fraunhofer-Projektgruppe für Wertstoffkreisläufe und Ressourcenstrategie (IWKS) betreuen eine gemeinsame Studie, die in Form einer Masterarbeit im Winter 2017/18 durchgeführt werden soll. Initiiert wurde die Studie im Netzwerk Ressourcen-Cluster Rhein-Main, einem Verbund aus regionalen Unternehmen, Forschungsinstitutionen, Wissenschafts- und In-dustrieverbänden, der sich mit angewandten Recyclingtechnologien und Ressourcenwirtschaft im verarbeitenden Gewerbe auseinandersetzt.

Zur Ausschreibung


Was soll erreicht werden?

Ziel der Studie ist es, Abfallströme der verarbeitenden Industrie zu erfassen und Potentiale und Herausforderungen des Recyclings aufzudecken, um eine funktionierende Kreislaufwirtschaft in der Region zu etablieren. Darüber hinaus sollen Innovationsbedarf identifiziert und intelligente, ressourcenschonende Verfahren und Produkte hervorgehoben werden. Die unmittelbare Mitar-beit der Unternehmen im Rahmen des begleitenden Netzwerks ist dabei notwendig, um alltägliche Probleme und Fragestellungen zum betrieblichen Ablauf mit in die Studie aufzunehmen. Als Ergebnis wird eine wissenschaftliche Arbeit (Masterarbeit) stehen, die als Fundament für ein gemeinsames branchenübergreifendes und praxisbezogenes Strategiepapier zur Förderung einer funktionierenden Recycling- und Kreislaufwirtschaft dient.

 

Machen Sie mit!
Als verarbeitendes oder produzierendes Unternehmen in Hessen/Rhein-Main sind Ihre Erfahrungen und individuellen Herausforderungen im Umweltmanagement für diese Studie wertvoll. Helfen Sie uns, die Grundlage für eine rohstoffeffiziente Produktion und ein circulares Wirtschaften in der Region und darüber hinaus zu schaffen.


Nehmen Sie Kontakt zu uns auf, wenn Sie an der Konzeption im Detail mitarbeiten möchten oder dazu bereit sind, an einer Befragung teilzunehmen. Sie helfen uns bereits mit qualitativen Aussagen zu Ihren anfallenden Abfallströmen und angewandten Reyclingverfahren. Besonders wertvoll sind natürlich quantitative Aussagen, mit denen eine wissenschaftlich belastbare Analyse erstellt werden kann. Seien Sie auch herzlich zum kommenden Strategietreffen des Ressourcen-Clusters Rhein-Main eingeladen.

Kontakt: info@ressourcen-cluster.de

Konsequent vernetzen für einen effizienten Ressourcengebrauch – Das Ressourcen-Cluster Rhein-Main

Der verantwortungsbewusste und nachhaltige Umgang mit Energie und Rohstoffen ist eine der großen Herausforderungen, der sich Unternehmen heute stellen müssen. Effiziente und ressourcenschonende Produktionsprozesse und die hierfür notwendigen technologischen Innovationen aufzugreifen und zu etablieren, ist eine dringende Zukunftsaufgabe. Hierfür braucht es unter anderem den Austausch von Know-how, die Vernetzung von Kompetenzen und gemeinsame Anstrengungen. Dies zu erreichen ist die Hauptaufgabe des von der Fraunhofer-Projektgruppe für Wertstoffkreisläufe und Ressourcenstrategie IWKS initiierten „Ressourcen-Cluster Rhein-Main“.

Der Fokus des Ressourcen-Clusters Rhein-Main liegt auf der produzierenden Industrie (Chemie-, Metall- und Konsumgüterindustrie).

Damit wir die Arbeit des Ressourcen-Clusters auf Ihre Bedürfnisse und Anforderungen ausrichten können, bitten wir Sie, unseren Fragebogen auszufüllen. Diesen finden Sie hier.

Vielen Dank für Ihren Beitrag.

 

Wir möchten mit Ihnen zusammenarbeiten und freuen uns über Unterstützung aus Industrie, Wissenschaft und Politik beim Aufbau des Netzwerkes. Falls Sie Fragen oder Anregungen zur Arbeit des Ressourcen-Clusters Rhein-Main haben, schreiben Sie uns an info@ressourcen-cluster.de.

 

Ressourcen-Cluster Rhein-Main

Das Rhein-Main-Gebiet ist unter wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Aspekten eine der bedeutendsten Metropolregionen Europas. Der Ressourcen-Clusters Rhein-Main befindet sich momentan im Aufbau und soll zentraler Ansprechpartner im Rhein-Main-Gebiet werden zum Thema Ressourcen. Ziel ist die Vermittlung von Kontakten zwischen Industrie, Wissenschaft, Verbänden und Politik bei Fragen und Ideen rund um das Thema Ressourcen.

Im verarbeitenden Gewerbe sind rund 45 % der Produktionskosten Materialkosten. Ein effizienter und nachhaltiger Umgang mit unseren Ressourcen kann damit zur Kostensenkung beitragen und ist auch ein Innovationstreiber.

Das Ziel des Ressourcen-Clusters Rhein-Main ist die Vernetzung unterschiedlichster regionaler Akteure bei ressourcen-thematischen Fragestellungen und deren anwendungsorientierte Beantwortung durch die Expertise dieser Initiative.

 

Vorteile

  • Langfristige und nachhaltige Versorgung der Metropolregion Rhein-Main mit wirtschaftsstrategischen und kritischen Rohstoff en
  • Effizientes Wirtschaften durch Bündelung regionaler Kompetenzen
  • Ideentransfer unterschiedlichster Industriebranchen sowie zwischen Wissenschaft, Industrie und Politik
  • Zugriff auf eine virtuelle Wissensplattform mit regelmäßigem Newsletter und Kontaktbörse
  • Weiterbildungsmöglichkeiten

 

Wer profitiert?

  • Unternehmen von Start-Ups über KMUs bis zu Großkonzernen
  • Forschungseinrichtungen
  • Verbände
  • Politische Organisationen
  • Die Region Rhein-Main

 

Veranstaltungen

Für die stetige Vernetzung der Akteure sind folgende Veranstaltungen geplant:

Technikerforum

Diskussionsforum vor Ort „Von der Forschung in die Praxis“

Seminare

"Wie stelle ich erfolgreich einen Antrag" – hier insbesondere für KMUs und Start-Ups

Gemeinsame Messeteilnahme

Organisation von Gemeinschaftsständen

Summer-School / Graduate-School

Gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft

Weiterbildungen zum Thema Ressourcen

Ausrichtung auf gezielte Fragestellungen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik

 

Auftaktveranstaltung des Ressourcen-Clusters Rhein-Main: Rege Teilnahme und intensiver Austausch

Hanau / 8.7.16

Bei der Auftaktveranstaltung des Ressourcen-Clusters Rhein-Main am 7. Juli 2016 im Deutschen Goldschmiedehaus in Hanau diskutierten Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik über das Thema Ressourcen im Rhein-Main-Gebiet. Das von der Fraunhofer-Projektgruppe IWKS initiierte »Ressourcen-Cluster Rhein-Main« wird künftig im Rhein-Main-Gebiet als zentraler Ansprechpartner bei Fragen und Ideen zum Thema Ressourcennutzung und als Kontaktvermittler zwischen Industrie, Wissenschaft, Vebänden und Politik fungieren. Das Cluster soll in Zukunft über drei Arbeitsgruppen („Strategie“,  „Öffentlichkeitsarbeit“ und „Pilotprojekt“) belebt und vorangetrieben werden. mehr